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Neulich auf dem Weg ins Pfälzer Bergland sah ich am Straßenrand eine kleine Gruppe vogelartiger Tiere. Sie sahen sehr ungewöhnlich aus und wieder zurück, habe ich natürlich erst einmal gegooglt, um was es sich dabei gehandelt hatte. Folgendes habe ich dabei entdeckt:

Elwetritsch (ugs.), auch Ilwedritsch oder Elwedritsch; Elwetritsche(n) (Mehrz.) - Bestia palatinensis (lat.)
Merkmale: hühnerähnlich, sehr scheuer Waldbewohner mit teils langen, spitzen Schnäbeln, einige Tiere haben einen geweihartigen Kopfschmuck, wegen verkümmerter Flügel flugunfähig. Weibliche Tiere haben leichten Brustansatz. Erreicht ausgewachsen eine Höhe von ca. 50 bis 60 cm, gelegentlich wurden etwas größere Exemplare gesichtet.
Fortpflanzung und Nachkommen: der Wissenschaft ist es bislang nicht gelungen, die Tiere bei der Paarung zu beobachten. Gelege mit zwei bis fünf Eiern wurde bislang nur in der Nähe von Neustadt an der Weinstraße entdeckt; die Eier wachsen über die Reifephase des Jungtieres mit.
Verbreitung und Habitat: vereinzelt im südwestdeutschen Raum, vornehmlich Pfalz, der Pfälzer Wald ist hauptsächliches Rückzugsgebiet. Vorrangig im Unterholz lebend, findet sich aber auch unter Rebstöcken, nutzt die Tarnung durch die Blätter.
Abstammung: gehören zum gleichen Familienstamm wie der Thüringer Rasselbock.

Mehr Informationen finden Sie auch hier:  Bestia palatinensis

Bislang ist es der Wissenschaft noch nicht gelungen, den Elwetritsch eindeutig zuzuordnen oder seine Gewohnheiten zu erforschen, weshalb man sich den Überlieferungen der Ureinwohner der Pfalz bedienen muss.

Hier ein Auszug: Elwetritsche sind sehr scheu und ängstlich. Deshalb ist es sehr schwer, sie zu fangen, aber mit einem Trick und viel viel Glück geht es dennoch. Man nutzt aus, daß sie noch immer jeden Abend nach dem Licht schauen. Also stellt man sich in den Wald, wo es möglichst finster ist, zündet eine Laterne an und wartet. Freunde treiben derweil, an Stämme schlagend, die Elwetritsche herbei. Sobald die Elwetritsche das Licht sehen, rennen sie eiligst dorthin, um endlich wieder den heimatlichen Stall zu erreichen - und marschieren geradewegs in den bereitgehaltenen Kartoffelsack ... (Quelle: Ulfgar)

Bisher bekannte Sichtungen u. a. in Bad Bergzabern (Weinstraße, Parkplatz nahe Sparkasse), Neustadt an der Weinstraße (Marstallplatz) und Dahn (Kurpark).

Wir wünschen viel Spaß beim nächsten Besuch in unserer Region und erfolgreiches Fangen ...

 
Gelege - schlüpfender Elwetritsch / Nest - hatching Elwetritsch - Foto: Ulfgar

Gelege - schlüpfender Elwetritsch / Nest - hatching Elwetritsch - Foto: Ulfgar

 

The other day, on my way towards the Palatine Uplands, a small group bird-like animals standing next to the road. I never saw anything like it and when I got back home, I decided to google the creatures. Here's what I discovered:

Elwetritsch (slang), also Ilwedritsch or Elwedritsch; Elwetritsches (plural) - bestia palatinensis (lat.)
Features: chicken-like, very shy forest dwellers with long, mostly pointed beaks.  Some specimens have an antler-like protuberances. Unable to fly due to stunted wings. Females have small breasts. Fully grown, reaches a height of around 50 to 60 cm, but occasionally larger specimens have been sighted.
Reproduction and Offspring: science has so far been unable to witness the animals mating. Clutches of two to five eggs have so far only been discovered near the town of Neustadt an der Weinstraße. The eggs grow during the maturation of the young creatures. 
Distribution and Habitat: sporadically seen in south-western Germany, primarily in the Palatinate region, the Palatinate Forest being their principal retreat. Primarily lives in the undergrowth, but can also be found under vines, using leaves as camouflage. 
Related Species: include, among others, to the same family like the Thuringian Rattlebock.

More information can be found at: Bestia palatinensis

To date, science has not yet succeeded in classifying the Elwetritsch or to uncover its habits, which is why we have to rely on the oral tradition of the indigenous people of the Palatinate. 

Here is an excerpt: "Elwetritsches are extremely shy and timid. It is therefore very difficult to capture them, but with a certain amount of cunning and a lot of luck, it is nonetheless possible. You have to take advantage of the fact that they are attracted to light at night-time. You should position yourself in the forest, in a spot where it is as dark as possible, then light a lantern and wait. Meanwhile, your friends drive the Elwetritsches along by thrashing about with their sticks. When the Elwetritsches perceive the light, they rush towards it, thinking they have reached their hutches – and march straight into your ready-prepared potato sack..." (Source: Ulfgar) 

Previously recorded sightings: In Bad Bergzabern (Weinstraße, car park near the Sparkasse bank), Neustadt an der Weinstraße (Marstallplatz) and Dahn (Kurpark).

Have fun on your next visit to our region and happy hunting...


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